Gold und die Arbeitslosenquote

Die Erwerbsbeteiligung sagt etwas anderes aus über Gold und die US-Arbeitslosigkeit…

Der Goldpreis gibt, ebenso wie sämtliche andere Indikatoren, Aufschluss darüber, wie es um ein Land und dessen Wirtschaft steht, schreibt Miguel Perez-Santalla von BullionVault.

Der wichtigste Aspekt einer Volkswirtschaft ist die Beschäftigung. Es wäre unverantwortlich, die Arbeitslosigkeit außer Acht zu lassen oder ihr nur geringe Bedeutung beizumessen. Sie sollte auch berücksichtigt werden, wenn man den Goldpreis betrachtet. Lassen Sie mich dies am Beispiel der Vereinigten Staaten erläutern:

Die Arbeitslosenstatistik ist eine der am meisten untersuchten Daten der US-Notenbank. Deren Versuch, das Wirtschaftswachstum zu beeinflussen, kann nur anhand eines Wachstums der Erwerbstätigkeit nachgewiesen werden. Der Grund hierfür ist, dass eine wachsende Wirtschaft mehr produzieren muss und von daher auch mehr Arbeitskräfte benötigt. Jedoch hat die gesamte Liquidität, die in letzter Zeit durch die US-Notenbank hinzukam, zwar den Goldpreis unterstützt, sie hatte jedoch kaum Auswirkung auf die Arbeitslosigkeit. Und zwar deswegen, weil das meiste dieses Geldes überhaupt nicht die Wirtschaft und die Menschen in den privaten Wirtschaftssektoren erreichte.

Man kann häufig lesen, dass die Arbeitslosenrate gefallen ist. Allerdings ist leider die  Erwerbsbeteiligungsrate noch stärker zurückgegangen. Folglich ist die wirkliche Arbeitslosenrate höher als berichtet wird. Die Beteiligungsrate gilt als Barometer, das zeigt, wie viele der Arbeitssuchenden ihre Hoffnung verloren haben, demnächst eine Vollzeitbeschäftigung zu finden.

Auch scheint es eine Zunahme der Teilzeitbeschäftigten zu geben. Es wird davon ausgegangen, dass dies durch die Belastung verursacht wird, welche die „Obamacare“ auf kleinere Unternehmen haben wird. Um diese finanzielle Belastung zu vermeiden, stellen viele kleinere Unternehmen weniger Festangestellte ein, für die sie auch Sozialleistungen zahlen müssten, sondern bevorzugen es stattdessen, Teilzeitbeschäftigte zu engagieren, weil sie dadurch vermeiden, sich an deren Gesundheitsversorgung beteiligen zu müssen.

Im Zusammenhang mit der Obamacare steht auch die Erhöhung der Kosten, die sich anhand einer aktuellen Untersuchung für eine vierköpfige Familie auf 766 USD pro Jahr belaufen sollen. Diese beziehen sich auf den Verlust des auszugebenden Einkommens. Dies wiederum verlangsamt die Produktion und schadet dem Wirtschaftswachstum. Letztendlich bedeuten weniger Einkäufe auch weniger Beschäftigungen.

Aber das ist noch nicht alles. Wenn Sie die Indikatoren betrachten, werden Sie sehen, dass keine Trendumkehr eingetreten ist. Der Trend sieht bestenfalls trostlos aus. Die Menschen sprechen über eine verbessere US-Wirtschaft, und ich hoffe, dass sie recht haben. Jedoch habe ich leider den Eindruck, dass nur der Unterschied zwischen den Besitzenden und den Besitzlosen wächst. Selbst diejenigen, die Arbeit finden, nehmen Stellen an, die nicht ihrer Ausbildung und Erfahrung entsprechen.

Was bedeutet all dies für Hochschulabsolventen, die für ein vierjähriges Studium mit Abschluss in den USA durchschnittlich zwischen 50.000$ – 150.000$ ausgeben? Es bedeutet nicht nur, dass die hierfür ausgegebenen Kosten die Investition nicht wert waren, sondern zudem, dass die Absolventen danach in einer finanziellen Klemme stecken, aus der sie nur schwer herauskommen. Wenn bereits die jungen Menschen mit guter Ausbildung keine Stelle zu angemessenen Konditionen finden, dann bedeutet das, dass wir wieder eine weitere Situation wie die Hypothekenkrise erschaffen haben. Man muss sich das wie eine umgekippte Pyramide vorstellen. Viele Kosten ohne entsprechendes zukünftiges Einkommen, um die Schulden zu tilgen, werden unweigerlich zu einer weiteren Krise führen.

Ich weiß, dass ich damit auf viele taube Ohren stoße, aber ein Hochschulabschluss ist nicht für jedermann gedacht. Die Ausbildungs-Lobby in den USA übt seit Jahrzehnten Einfluss auf unsere Regierung aus. Wir brauchen qualifizierte und intelligente Arbeitnehmer auf sämtlichen Ebenen, die angemessen für ihre Leistung bezahlt werden. Es sollte nicht so sein, dass alle Menschen Schulden aufnehmen müssen, um Arbeit zu finden. Aber bedauerlicherweise ist das die Vorstellung, die offensichtlich die Regierung als Lösung für unsere Probleme sieht und deren Folgen sie in Kauf nimmt.

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Wenn Sie die Grafik betrachten, die den Goldpreis und die Erwerbsbeteiligung darstellt, werden Sie feststellen, dass obwohl die Quote seit 2012 abgenommen hat, Gold ebenfalls niedriger tendierte, was entgegengesetzt zur Norm steht. Ich bin der Meinung, dass dies der Fall ist, da man sich mit der aktuellen Situation abgefunden hat oder dagegen abgestumpft ist. Und ein falsches Verständnis der Arbeitslosenzahlen in letzter Zeit schaffte ein falsches Vertrauen in die Situation.

Werfen Sie als nächstes einen Blick auf die Erwerbsbeteiligung im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt. Dabei lässt sich erkennen, dass die abnehmende Erwerbsbeteiligung wohl signalisiert, in welche Richtung das Bruttoinlandsprodukt tendiert.

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Das ausbleibende Wachstum der Erwerbsquote deutet an, dass die Wirtschaft noch lange brauchen wird, bis sie wieder auf die Füße kommt. Das bedeutet auch, dass der Goldpreis noch weiteres Wachstumspotential auf dem Rücken des schwachen wirtschaftlichen Umfelds hat.

Berücksichtigt man die zu erwartenden negativen Folgen der Obamacare, des „Shutdowns“ und den ausstehenden Diskussionen um die US-Schuldenobergrenze, so sollten kluge Anleger über ihre Position in Gold im Verhältnis zum aktuellen Marktpreis nachdenken.

 

Über BullionVault

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